In einem Leiter ist die Driftgeschwindigkeit der Elektronen sehr gering (etwa 0,07 mm/s), da sie ständig durch Stöße abgebremst werden. Im Gegensatz dazu breitet sich das elektrische Feld (oder elektrische Signal) als kollektive Welle mit fast 300.000 km/s (Lichtgeschwindigkeit) aus. Die Dominostein-Analogie veranschaulicht dies: Die Welle bewegt sich sehr schnell, während sich jeder Dominostein (Elektron) nur über eine sehr kurze Strecke bewegt. Elektrizität transportiert also keine Elektronen von einem Ende des Drahtes zum anderen; es sind die Feldstörungen, die sich nahezu augenblicklich ausbreiten.
In einem Leiter wie Kupfer bewegen sich die freien Elektronen des Metalls unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes sehr langsam, da sie ständig durch Brownsche Stöße mit den Ionen des Kristallgitters und den Verunreinigungen des Metalls abgebremst werden. Ihre durchschnittliche Driftgeschwindigkeit beträgt etwa 0,07 mm/s, vergleichbar mit der einer Schnecke. Dennoch breitet sich die elektromagnetische Störung, wenn ein elektrisches Feld an das Ende des Drahtes angelegt wird, fast mit Lichtgeschwindigkeit aus, also etwa 300.000 km/s.
Elektrizität besteht nicht darin, Elektronen von einem Ende des Drahtes zum anderen zu transportieren. Wenn ein elektrisches Feld angelegt wird, reagieren alle Elektronen im Leiter mit Lichtgeschwindigkeit und übertragen die Störung sofort auf makroskopischer Ebene.
Man kann sich die Elektronen so vorstellen, dass sie lokal und fast sofort auf das angelegte Feld reagieren, ähnlich wie eine Reihe von Dominosteinen, bei der sich die Welle sehr schnell ausbreitet, während sich jeder Dominostein nur über eine sehr kurze Strecke bewegt. Auf diese Weise durchquert die kollektive Welle den Leiter fast mit Lichtgeschwindigkeit von einem Ende zum anderen, während die Elektronen selbst extrem langsam driften, mit einer Geschwindigkeit, die mit der einer Schnecke vergleichbar ist, und nur wenige Millimeter pro Sekunde zurücklegen.
| Phänomen | Typischer Wert | Kommentar |
|---|---|---|
| Driftgeschwindigkeit der Elektronen | ~ 0,07 mm/s | Extrem langsam, aufgrund häufiger und ungeordneten Stöße im Kristallgitter |
| Ausbreitung des elektrischen Feldes | ~ 3 × 108 m/s | Fast sofort, wie eine elektromagnetische Welle, die sich schnell durch den Draht ausbreitet, lange bevor sich die Elektronen selbst bewegen |
| Durchschnittliche thermische Geschwindigkeit der Elektronen | ~ 105 m/s | Brownsche Bewegung, trägt nicht zum Nettostrom bei |
Die Driftgeschwindigkeit der Elektronen ist die Durchschnittsgeschwindigkeit, mit der sich Elektronen unter dem Einfluss des Feldes im Leiter bewegen. Sie ist extrem langsam (etwa 0,07 mm/s) aufgrund von Stößen mit den Ionen des Kristallgitters. Die Ausbreitung des elektrischen Feldes ist die Geschwindigkeit, mit der sich die elektromagnetische Störung von einem Ende des Drahtes zum anderen ausbreitet: etwa 300.000 km/s (Lichtgeschwindigkeit).
Freie Elektronen in einem Metall werden ständig durch Brownsche Stöße mit den Ionen des Kristallgitters, Verunreinigungen und Materialfehlern abgebremst. Diese unaufhörlichen Stöße verhindern, dass sie unter dem Einfluss des elektrischen Feldes linear beschleunigen. Ihre Gesamtbewegung ist daher eine langsame Drift, vergleichbar mit dem Tempo einer Schnecke, obwohl ihre zufällige thermische Geschwindigkeit sehr hoch ist (etwa 10⁵ m/s).
Die Dominostein-Analogie ist einfach: Stellen Sie Dominosteine in einer Reihe auf. Wenn Sie den ersten umstoßen, breitet sich die Fallwelle sehr schnell entlang der Reihe aus, aber jeder Dominostein fällt nur über eine sehr kurze Strecke. Ähnlich verhält es sich in einem elektrischen Draht: Das elektrische Feld (die Welle) breitet sich nahezu augenblicklich aus (mit 300.000 km/s), während sich jedes Elektron nur sehr langsam (0,07 mm/s) über eine kurze Distanz bewegt, bevor es die Störung an seinen Nachbarn weitergibt.