Der Krebsnebel M1: Überbleibsel einer historischen Supernova
Dieses neue (5. Januar 2020) Multiwellenlängenbild des Krebsnebels kombiniert Röntgenlicht vom Chandra-Observatorium (in Blau), sichtbares Licht vom Hubble-Weltraumteleskop (in Gelb) und Infrarotlicht vom Spitzer-Weltraumteleskop (in Rot).
Bildquelle:NASA (neues Fenster)
Der Krebsnebel: Supernova-Überrest
Der Krebsnebel ist der Überrest einer Supernova, die 1054 von chinesischen und arabischen Astronomen beobachtet wurde. Es befindet sich im Sternbild Stier und ist etwa 6.500 Lichtjahre von der Erde entfernt. M1 ist berühmt für seine komplexe Filamentstruktur und die Aufnahme von aPulsar (neutronenstern, der durch den Gravitationskollaps einer Supernova entstanden ist)zentral.
Struktur und Zusammensetzung
Der Nebel verfügt über ein Netzwerk aus Filamenten aus ionisiertem Gas, hauptsächlich Wasserstoff und Helium, angereichert mit schwereren Elementen wie Sauerstoff und Neon. Diese Filamente werden mit Geschwindigkeiten von 1000 bis 1500 km/s angetrieben. Die beobachtete Strahlung stammt im Wesentlichen aus der Synchrotronemission, die durch die Wechselwirkung relativistischer Elektronen mit dem Magnetfeld des Nebels entsteht.
Der Krabbenpulsar
Im Zentrum von M1 befindet sich ein Pulsar, ein kompakter Überrest des ursprünglichen Sterns, identifiziert alsJohn Bell Burnell(1943-) ermöglichte die Bestätigung gepulster Emissionen. DasPulsar (schnell rotierender Neutronenstern, der regelmäßige Impulse elektromagnetischer Strahlung aussendet)rotiert mit einer Geschwindigkeit von 30 Umdrehungen pro Sekunde und ist die Hauptenergiequelle, die den Nebel antreibt.
Beobachtung mehrerer Wellenlängen
Der Krebsnebel wurde in allen Wellenlängen beobachtet: Radio-, Infrarot-, optische, ultraviolette und Röntgenstrahlung. Diese Beobachtungen ermöglichen es, die Verteilung relativistischer Teilchen und des Magnetfelds abzubilden.
Vergleich mit anderen Supernova-Nebeln
| Nebel | Alter (Jahre) | Art der Supernova | Hauptmerkmal |
|---|---|---|---|
| Krebsnebel M1 | ~970 | Typ II | Zentraler Pulsar, erweiterte Synchrotron-Emission |
| Cassiopeia-Nebel A | ~340 | Typ IIb | Intensive Radio- und Röntgenemissionen, Eisen- und Siliziumfilamente |
| Tycho-Nebel | ~450 | Typ Ia | Symmetrische Erweiterungen, geringe Funkemission im Vergleich zu M1 |
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