Wenn sich die Erde neigt, ändern sich die Jahreszeiten!
Die große Täuschung: Es kommt nicht auf die Entfernung an!
Viele denken, dass die Jahreszeiten durch die Entfernung zwischen Erde und Sonne verursacht werden. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum! Tatsächlich variiert die Entfernung nur um 3% im Laufe des Jahres, was nicht ausreicht, um die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter zu erklären.
Die wahre Geschichte: Die Neigung der Erde
Unser Planet steht nicht kerzengerade wie ein Pfahl. Er ist leicht geneigt, wie ein Kreisel im Gleichgewicht. Er ist etwa 23,5 Grad gegenüber der Vertikalen geneigt. Diese Neigung, kombiniert mit der Revolution der Erde um die Sonne, ist das wahre Geheimnis der Jahreszeiten.
Warum die geneigte Erde die Jahreszeiten ändert
Stellen Sie sich die Erde als einen leicht geneigten Ball vor, der um eine große Lampe, die Sonne, kreist. Je nachdem, wo sie sich auf ihrer Umlaufbahn befindet, erhält die obere oder untere Hälfte der Erde mehr Licht und Wärme.
Sommer auf der Nordhalbkugel: Die obere Hälfte der Erde (Nordhalbkugel) ist zur Sonne geneigt. Die Strahlen treffen direkter auf und wärmen stärker.
Winter auf der Nordhalbkugel: Die obere Hälfte der Erde ist etwas von der Sonne weg geneigt. Die Strahlen treffen schräg ein, verbreiten sich mehr und wärmen weniger.
Tagundnachtgleichen und Sonnenwenden: Schlüsselmomente des Jahres
Das Jahr ist durch vier besondere Momente geprägt, die den Beginn der astronomischen Jahreszeiten markieren:
Frühlings-Tagundnachtgleiche (um den 20. März): Tag und Nacht sind gleich lang (12 Stunden Tag, 12 Stunden Nacht).
Sommersonnenwende (um den 21. Juni): Das ist der längste Tag des Jahres (etwa 16 Stunden Tag, 8 Stunden Nacht).
Herbst-Tagundnachtgleiche (um den 22. September): Tag und Nacht sind gleich lang (12 Stunden Tag, 12 Stunden Nacht).
Wintersonnenwende (um den 21. Dezember): Das ist die längste Nacht des Jahres (etwa 8 Stunden Tag, 16 Stunden Nacht).