Die Analemma ist die achtförmige Figur, die die Sonne zeichnet, wenn ihre Position jeden Tag zur gleichen Uhrzeit und am gleichen Ort über ein ganzes Jahr hinweg fotografiert wird. Diese Kurve ergibt sich aus der Kombination zweier grundlegender astronomischer Phänomene: der Schiefe der Ekliptik (die Neigung der Erdachse um 23,5°, die die Höhe der Sonne variieren lässt und die vertikale Komponente der 8 erzeugt) und der Exzentrizität der Erdbahn (die die Erde im Perihel im Januar schneller und im Aphel im Juli langsamer macht, was eine horizontale Verschiebung erzeugt).
Die Sonnen-Analemma ist diese achtförmige Figur, die die Sonne zeichnet, wenn ihre Position jeden Tag zur gleichen Uhrzeit und am gleichen Ort über ein ganzes Jahr hinweg fotografiert wird. Diese Kurve ergibt sich aus der Kombination zweier grundlegender astronomischer Phänomene: der Schiefe der Ekliptik (die Neigung der Erdachse) und der Exzentrizität der Erdbahn.
Die Rotationsachse der Erde ist etwa 23,5 Grad gegenüber der Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne geneigt. Diese Schiefe ist der Ursprung der Jahreszeiten. Sie beeinflusst direkt die Höhe der Sonne am Himmel im Laufe der Monate. So variiert die Deklination der Sonne zwischen +23,5° zur Sommersonnenwende und -23,5° zur Wintersonnenwende, was die vertikale Komponente der Analemma erzeugt.
Die Umlaufbahn der Erde ist kein perfekter Kreis, sondern eine leicht abgeflachte Ellipse (Exzentrizität von etwa 0,0167). Infolgedessen variiert die Entfernung Erde-Sonne im Laufe des Jahres. Nach dem zweiten Keplerschen Gesetz bewegt sich die Erde schneller in ihrem Perihel (Anfang Januar) und langsamer in ihrem Aphel (Anfang Juli). Diese ungleiche Geschwindigkeit verändert die Dauer des scheinbaren Sonnentags und erzeugt so eine horizontale Verschiebung in der Analemma.
Die charakteristische 8-förmige Form der Analemma entsteht durch die Überlagerung der beiden vorherigen Effekte:
Die Asymmetrie der beiden Schleifen der 8 erklärt sich dadurch, dass das Perihel nicht mit einer Sonnenwende zusammenfällt: Der breitere Ast entspricht dem Nordwinter (wenn sich die Erde schneller bewegt).
Um die Analemma zu beobachten, muss man eine fotografische Belichtung über ein Jahr hinweg durchführen: ein regelmäßiges Foto zu einer festen Uhrzeit von einem festen Punkt aus. Diese sorgfältige Arbeit offenbart den komplexen Tanz der Sonne im Laufe der Tage.
Die Analemma hat auch eine konkrete Anwendung: Sie ermöglicht die Korrektur von Sonnenuhren, um von der scheinbaren Sonnenzeit (unregelmäßig) zur mittleren Sonnenzeit (regelmäßig) überzugehen. Sie ist eine elegante Veranschaulichung der Zeitgleichung.
Die Sonnen-Analemma ist viel mehr als eine schöne Kurve. Sie ist eine synthetische grafische Darstellung der großen Bewegungen der Erde: Rotation, Achsneigung und elliptische Revolution. Sie zu verstehen bedeutet, einen wesentlichen Aspekt der Himmelsmechanik zu erfassen und in der scheinbaren Regelmäßigkeit des Himmels eine elegante Unvollkommenheit zu entdecken, die die ganze Schönheit unserer Astronomie ausmacht.
Der vertikale Effekt ist auf die Schiefe der Ekliptik (Neigung der Erdachse um 23,5°) zurückzuführen. Er lässt die Deklination der Sonne zwischen +23,5° zur Sommersonnenwende und -23,5° zur Wintersonnenwende variieren und erzeugt so die Nord-Süd-Bewegung der Sonne am Himmel. Der horizontale Effekt ist auf die Exzentrizität der Erdbahn (Ellipse) zurückzuführen. Nach dem zweiten Keplerschen Gesetz bewegt sich die Erde schneller in ihrem Perihel (Anfang Januar) und langsamer in ihrem Aphel (Anfang Juli), was die Zeit, zu der die Sonne den Meridian passiert, verfrüht oder verzögert und eine Ost-West-Verschiebung erzeugt.
Die asymmetrische 8-Form ergibt sich aus der Kombination der beiden Effekte und der Tatsache, dass das Perihel (Anfang Januar, wenn die Erde am schnellsten ist) nicht mit einer Sonnenwende zusammenfällt. Der breitere Ast der 8 entspricht dem Nordwinter (Dezember bis März), einer Zeit, in der sich die Erde schneller in ihrer Umlaufbahn bewegt, was die horizontale Verschiebung verstärkt. Im Sommer ist die Erde weiter entfernt (Aphel) und bewegt sich langsamer, was die entsprechende Schleife enger macht.
Die Analemma hat eine direkte praktische Anwendung: Sie ermöglicht die Korrektur von Sonnenuhren. Tatsächlich ist die scheinbare Sonnenzeit (abgelesen an einer Sonnenuhr) nicht das ganze Jahr über regelmäßig aufgrund der Bahnschwankungen. Die Analemma gibt die Korrektur an, die angewendet werden muss, um zur mittleren Sonnenzeit (die unserer Uhrzeit) überzugehen. Sie ist eine elegante Veranschaulichung dessen, was man die „Zeitgleichung“ nennt.